Vereinsfest 60 Jahre SV Fichte am 08.08.09

    Quelle: MAZ vom 10.08.09
    Von Dieter Ellßel und Conrad Hipp

    Als das Festkomitee von Fichte Baruth vor einem Jahr den Termin für das Volks- und Sportfest festlegte, wusste man bereits, dass man dieses Fest aus der knappen Vereinskasse finanzieren musste.
    Alles begann mit dem Festumzug des Mittenwalder Spielmannszuges, wo die Veranstalter eine große Beteiligung verbuchten. Dort fielen zum ersten Mal die Gymnastikfrauen des Vereins auf, welche mit Reifen und Papierschlangen dem Umzug einen bunten Farbtupfer verliehen. Als alle auf dem Sportplatz eingetroffen waren, begrüßte der Vereinsvorsitzende Werner Höhmberg mit einer Chronik „60 Jahre FICHTE Baruth“ die Gäste. Höhmberg erzählte vom mühsamen Beginn des Vereins. Einige Gründungsmitglieder erschienen zum Jubiläumsfest. Weiter erzählte der Vereinsvorsitzende von der Errichtung der heutigen Sportanlage und berichtete weiter auch von den Erfolgen des Vereins.
    Anschließend begann das sportliche Treiben mit dem Nachwuchsturnier. Zehn Jugendmannschaften kämpften in drei Altersklassen um die Pokale. Bei den Jüngsten, den F-Junioren, gewann der KSV Sperenberg gegen Baruth. Bei den E-Junioren traten vier Teams an. Hier gewann Fichte Baruth I vor dem MTV Wünsdorf, dem SV Gießmannsdorf und der zweiten Mannschaft von Fichte.
    Die D-Jugend agierte ebenfalls mit vier Teams. Hier gewann ebenfalls Fichte Baruth. Die Platzierten waren Blau-Weiß Schenkendorf, 1885 Golßen und der RSV Mellensee. Um 16 Uhr kam es dann zum sportlichen Highlight des Tages. Der deutsche Meister im Frauenfußball gastierte in Baruth. Der 1. FFC Turbine Potsdam trat gegen die ersten Männer von Fichte Baruth an. „Es war ein Leckerbissen für alle Fußballfreunde“, erzählte Vorstandsmitglied Dieter Ellßel.
    Vor dem Spiel wurde Turbine-Trainer Bernd Schröder ein Dankeschön überreicht. Die alten Verbindungen zwischen ihm und Höhmberg machten es möglich, dass die Fichte-Männer aus der ersten Kreisklasse gegen den deutschen Meister randurften. Schröder sah auch keinen Anlass, die Fichte-Männer zu schonen. Jennifer Zietz und die Kerschowski-Schwestern standen im Kader. Außerdem brachte der Trainer seine Nationalspielerinnen Anja Mittag, Babett Peter, Fatmire Bajramaj und Bianca Schmidt mit. Diese wurden aber wegen der kommenden Europameisterschaft in Finnland geschont. Für die Zuschauer war die Nähe zu den Welt- und Europameisterinnen aber schon etwas besonderes.
    Die Turbine-Frauen zeigten gegen die Fichte-Männer, in welch guter Verfassung sie sind. Technisch und konditionell waren sie in einem Top-Zustand.
    „Die Männer waren nicht so hart wie im Punktspiel, aber auch die Frauen haben eine gesunde Härte an den Tag gelegt“, erzählte Ellßel. Die Zuschauer waren erstaunt, mit welcher Schnelligkeit sie sich mit dem Ball bewegten. Für Fichte reichte es nur zu einem Elfmetertreffer, aber für die Tore wurde trotzdem gesorgt. Sechs Tore schenkten die Frauen dem Gastgeber ein. Das Resultat interessierte aber niemanden, immerhin hatte man ein schönes Spiel gesehen.
    Die Kultur sollte aber auch nicht zu kurz kommen. Die Tanzgruppe „Buckowos“ aus Buckow sorgte mit Altberliner Tänzen für Stimmung. Es wurde auch noch viel weitergetanzt. Die Sernower Volkstanzgruppe zeigte Tänze aus der ganzen Welt und die Nachwuchstänzer der Gruppe „Gipsis“ sorgten mit modernen Tänzen für Aufmerksamkeit.
    Die Travelin-Band und die Band Ohio Express sorgten dann im Abendprogramm für eine volle Tanzfläche. Für einen würdigen Abschluss der Jubiläumsfeier sorgte dann ein beeindruckendes Höhenfeuerwerk.