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Wenngleich die Überschrift unspektakulär wirkt, waren sich die mitgereisten Baruther Fans sowie die Mannschaft selbst einig, dass man ein Spiel gesehen hatte was man so schnell nicht vergessen würde.

Die Partie begann für die Gäste nach Maß, noch in der Anfangsphase konnte Markus Brümmer einen Freistoß vom Strafraumeck zum 0:1 versenken (6.). Maurice Krüger hätte kurz darauf erhöhen können, scheiterte jedoch am Waltersdorfer Keeper (12.). Jetzt übernahmen die Gastgeber das Kommando auf dem Platz, erspielten sich Feldvorteile, blieben im Abschluss allerdings weitestgehend harmlos. Bis auf einige Schussversuche aus der Distanz (21., 26.) die das Ziel verfehlten, bestand für den Baruther Kasten kaum Gefahr. Im Gegenteil, nach einer knappen halben Stunde hatte Konstantin Hüsgen die Riesenchance zum 0:2, jagte die Kugel allerdings in die Wolken (28.). Bis hierhin hatten die Gäste aufgrund einer erneut überzeugenden Abwehrleistung den Gegner weitestgehend im Griff. Dann ein unschöner Auftritt von Florian Weisbrodt, der nach einem Foul die Beherrschung verlor und folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde (34.). Jetzt erst ergaben sich für den RSV Waltersdorf nennenswerte Einschussmöglichkeiten. Nachdem ein Kopfball das Gehäuse noch knapp verfehlte (37.), fiel kurz vor dem Halbzeitpfiff doch noch der Ausgleich zum 1:1 (45.).

Hälfte Zwei begann wie die erste, mit ausgeglichenem Spiel und der erneuten Führung für den SV Fichte. Justus Hüsgen war es, der per Kopf nach einem Eckball zum 1:2 einnetzte (52.). Im weiteren Spielverlauf erspielte sich Waltersdorf eine drückende Feldüberlegenheit, blieb jedoch weiter weitestgehend harmlos. Lediglich nach einem Eckball wurde es gefährlich, der Ball tuschierte nach knapp einer Stunde die Latte (57.). Was nun folgte kann man aus Baruther Sicht durchaus als dramatisch bezeichnen. Konstantin Hüsgen verletzte sich bei einem regelkonform geführten Zweikampf dermaßen schwer, dass er umgehend mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht werden musste. Den Schock konnte man allen Anwesenden ansehen, und dass dies an den Akteuren nicht spurlos vorüberging erklärt sich von selbst. Nach Wiederanpfiff zeigte die Gast-Mannschaft eine Moral und eine Willensstärke, wie man sie kaum für möglich gehalten hat. Es war deutlich zu spüren, dass man die drei Punkte für den verletzten Mannschaftskollegen mit nach Hause nehmen wollte. Natürlich erhöhte Waltersdorf weiter den Druck, erreichte gefühlte 90% Ballbesitz und schnürte den SV Fichte minutenlang am und im eigenen Strafraum ein. Und nun ergaben sich auch Chancen für die Gastgeber, aber wenn mal nicht ein Baruther Bein im Weg stand, war es der großartig aufgelegte Dustin Schade im Tor, der vorerst Schlimmeres verhinderte. So dauerte es bis zur 75. Minute, ehe der erneute Ausgleich zum 2:2 fiel. Nun konnte es für die Gäste eigentlich nur noch darum gehen, den einen Punkt irgendwie über die Zeit zu retten, aber weit gefehlt. Mit zunehmender Spieldauer gelang es immer häufiger, mit Kontern Nadelstiche zu setzen, wovon Sebastian Zimmer einen zum vielumjubelten 2:3 – Siegtreffer nutzte (88.). Nach dem Abpfiff lagen sich Spieler, Betreuer und mitgereiste Fans teilweise fassungslos minutenlang in den Armen.

Das Team knüpfte in diesem Spiel an die guten Leistungen der Vorwochen an und übertraf sich in Sachen Kampfkraft, Einsatzwillen und Moral selbst. Dazu und zu den 3 Punkten kann man nur respektvoll gratulieren !

Konna ……. Für dich jedoch gute Besserung und einen komplikationslosen und möglichst schnellen Heilungsprozess. Deine Nachricht hat uns inzwischen alle erreicht und erleichtert uns ein klein wenig, danke dafür und TOI TOI TOI