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Die Vorzeichen waren klar, ging man doch, obwohl stark ersatzgeschwächt, als klarer Favorit in die Begegnung mit der Reserve der SG Schulzendorf. Wer nun allerdings ein Torspektakel erwartet hatte sah sich getäuscht.

Das Spiel begann wie man es erwarten konnte, mit Überlegenheit der Gastgeber und nach kurzer Zeit auch bereits mit dem ersten Tor. Niklas Teschner zog aus 25 Metern ab und das Leder schlug sehenswert im rechten oberen Eck zum 1:0 ein (5.). Auch danach blieb Fichte das spielbestimmende Team, die Gäste beschränkten sich jedoch trotz des Rückstandes fast ausschließlich aufs Verteidigen und so ergaben sich kaum zwingende Torgelegenheiten. Lediglich bei ein paar Distanzschüssen von Dustin Schade (29.), Niklas Teschner (35.), Sebastian Zimmer (36.) und nochmal Dustin Schade (37.) kam so etwas wie Torgefahr auf, diese wurden aber alle eine Beute des Schulzendorfer Keepers oder verfehlten das Gehäuse. Erst kurz vor dem Seitenwechsel kamen die gut verteidigenden Gäste zu einer ersten Torannäherung, aber auch dieser Distanzschuss strich am Kasten vorbei (41.).

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte erhöhte Fichte den Druck nochmals, und nun machte sich dies auch in Torchancen bemerkbar. Kurz nach Wiederanpfiff scheiterte erst Sebastian Zimmer am Gäste-Torwart, der Nachschuss von Antonio Petzenka wurde abgeblockt (49.). Danach musste sich Marius Ulrich im Baruther Kasten auszeichnen (50.), bevor das Spiel endgültig nur noch in eine Richtung lief. Die SG Schulzendorf hatte dem Druck nun kaum noch etwas entgegenzusetzen, der SV Fichte war darum bemüht die Entscheidung herbeizuführen, vermochte es allerdings nicht, allerklarste Torchancen zu nutzen. Sebastian Zimmer eröffnete den Chancenreigen, scheiterte aber erneut am Schlussmann der Schulzendorfer, der nun zum besten Spieler seiner Mannschaft wurde (54.). Nur eine Minute danach vereitelte er die nächste 100%ige Einschussmöglichkeit. Und weiter ging das Auslassen von besten Chancen, aber immer wieder scheiterte man am Keeper oder am eigenen Unvermögen (57., 62. 65.). Und wie heißt es so schön ? „Wer vorne die Dinger nicht reinmacht, muss sich nicht wundern wenn ………“. Und genau das wäre fast eingetreten. Plötzlich tauchten die Gäste vorm Fichte-Gehäuse auf und hatten ihrerseits zwei Riesen-Gelegenheiten, wobei sich Marius Ulrich aber auf dem Posten zeigte (78., 79.). Dann hatte der SV Fichte das Spiel wieder im Griff und bei den Gästen schwanden sichtbar die Kräfte. Mehr als Distanzschüsse, von denen einer von Niklas Teschner an der Latte landete, kam aber nicht dabei heraus (88.).

Unterm Strich stand ein hochverdienter, aber vom Ergebnis her viel zu knapp ausgefallener Heimsieg. Mit dieser mangelhaften Chancenverwertung wird es allerdings schwer, am nächsten Spieltag aus Halbe etwas Zählbares mitzunehmen.